Von Anfang an dabei
Leistungsverzeichnis für die Gebäudereinigung
Das Leistungsverzeichnis entscheidet über alles, was danach kommt. Es legt fest, was geschuldet ist – und damit auch, woran später gemessen wird. Ist es unpräzise, sind die Angebote nicht vergleichbar und der Streit vorprogrammiert.
Wir sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Einsatz – mit Sitz im Ortenaukreis.
Warum die meisten Verträge hier schon kippen
Ein Leistungsverzeichnis, das nur Räume und Häufigkeiten auflistet, klingt vollständig und ist es nicht. Es fehlt der Maßstab: Woran erkennt man, dass eine Fläche als gereinigt gilt? Ohne diese Festlegung bewertet jede Seite dasselbe Ergebnis anders – und beide haben nach dem Vertragstext recht.
Der zweite häufige Fehler ist die Kalkulationsgrundlage. Wer Flächen und Frequenzen ausschreibt, ohne Erreichbarkeit, Belegung und Verschmutzungsgrad zu erfassen, bekommt Angebote, die nicht vergleichbar sind. Der günstigste Anbieter ist dann oft der, der am wenigsten verstanden hat.
Die Folge zeigt sich später: Nachforderungen, sinkende Qualität nach wenigen Monaten, ein Dienstleister, der nachweislich liefert, was im Vertrag steht – nur eben nicht das, was gemeint war.
Wie wir vorgehen
- Bestandsaufnahme im Objekt. Wir erfassen Flächen, Beläge, Erreichbarkeit, Nutzung und Belegungszeiten – vor Ort, nicht am Plan.
- Leistungsverzeichnis. Wir formulieren, was geschuldet ist, mit einem Qualitätsmaßstab, der später prüfbar ist.
- Ausschreibung. Wir bereiten die Unterlagen so auf, dass Angebote auf derselben Grundlage kalkuliert werden – und damit vergleichbar sind.
- Vergabe. Wir werten die Angebote aus und begleiten Sie bis zur Entscheidung.
- Implementierung. Ein Dienstleisterwechsel entscheidet sich in den ersten Wochen. Wir weisen den neuen Dienstleister in jedes Objekt ein – Flächen, Zugänge, Schlüssel, Ansprechpartner, Revierpläne, Zeitfenster – und begleiten die ersten Wochen, bis der Betrieb trägt.
Der fünfte Schritt ist der, den man unterschätzt. Nicht die Ausschreibung macht Arbeit, sondern die drei Monate danach: Ein neues Team kennt das Gebäude nicht, Schlüssel fehlen, Reviere stimmen noch nicht, und die ersten Beschwerden kommen. Wer dann niemanden hat, der einweist, verliert die Qualität, die er gerade erst eingekauft hat.
Wir übernehmen diese Phase vollständig. Sie müssen sich um Ihre eigene Ausschreibung nicht kümmern – und auch nicht um das, was danach kommt.
Wo im Revier Zeit liegt
Die Bestandsaufnahme ist nicht nur eine Flächenliste. Sie zeigt, wo sich der Aufwand und die tatsächliche Nutzung auseinanderentwickelt haben:
- Frequenzen gegen Belegung. Räume, die täglich gereinigt und zweimal in der Woche genutzt werden – und umgekehrt. Beides steht meist seit Jahren so im Vertrag.
- Revierzuschnitt und Reihenfolge. Wege, die doppelt gelaufen werden. Eine Abfolge, die in der vorgesehenen Zeit niemand schafft.
- Technik und Verbrauch. Welche Maschine sich auf welcher Fläche rechnet, welche Chemie in welcher Dosierung – und wo Verbrauchsmaterial Geld bindet, ohne etwas beizutragen.
- Reinigungsrobotik. Nicht jede Fläche eignet sich, und nicht jedes Objekt trägt die Anschaffung. Wir prüfen, wo sich der Einsatz rechnet, was das Gebäude dafür braucht und welche Arbeit danach übrig bleibt.
Die so gewonnene Zeit ist der eigentliche Hebel. Sie lässt sich als Einsparung ausweisen oder dorthin verschieben, wo die Qualität bisher nicht reicht. Was davon sinnvoll ist, entscheidet das Objekt – und die Zahlen, nicht das Bauchgefühl.
Wir verkaufen nichts davon. Keine Reinigungsmittel, keine Maschinen, keine Roboter, keine Reinigungskräfte für den Regelbetrieb. Deshalb ist für uns auch die Empfehlung, etwas nicht anzuschaffen, ohne Nachteil.
Der Anschluss an die Prüfung
Ein Leistungsverzeichnis, das nach DIN EN 13549 prüfbar formuliert ist, lässt sich später gegen genau diesen Maßstab messen. Aus dem Dokument wird damit kein Papier für die Ablage, sondern die Grundlage für jedes spätere Qualitätsaudit.
Umgekehrt gilt: Wer ein Objekt prüfen lässt, dessen Leistungsverzeichnis keinen Maßstab enthält, bekommt ein Ergebnis, das schwer durchzusetzen ist.
Für Auftraggeber und für Dienstleister
Auftraggeber buchen uns als Begleitung auf ihrer Seite – von der Bestandsaufnahme bis zur Vergabe.
Dienstleister buchen uns für die Steuerung: Wer auf eine Ausschreibung antworten oder ein bestehendes Objekt neu aufsetzen muss, bekommt eine Kalkulationsgrundlage, die trägt.
Je Mandat arbeiten wir für genau eine Seite. Wir bleiben, bis das Projekt auf eigenen Füßen steht – auch nach der Vergabe.
Ausschreibung besprechen
Sagen Sie uns kurz, um welches Objekt es geht und wo Sie im Verfahren stehen. Wir melden uns umgehend zurück.
Termin vereinbaren Audit nach DIN EN 13549